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Seminare 2017

Die Seminare finden jeweils samstags um 15:00 Uhr statt und dauern ca. 3 Stunden. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro je Seminar. Für Mitglieder der Volkssternwarte Darmstadt ist die Teilnahme kostenlos. (Download Mitgliedsantrag (0.04 MB))

Sie können eine Seminar-Teilnahme auch verschenken! Wir stellen gerne einen Gutschein aus.

Inhalt der Seminare

Unser Sonnensystem
Bild: Sonnensystem

Dieses Seminar befasst sich mit unserer kos­mischen Heimat: „Die Straße, in der wir wohnen“. Es wird um die verschiedenen Objekte gehen, die unsere Sonne umkreisen: Planeten, ihre Monde und Ringe, sowie Kleinplaneten, Zwergplaneten und Kometen. Auch dem „abgesetzten Planeten“ Pluto werden wir uns widmen. Freuen Sie sich auf liebliche Gluthöllen, kosmische Pizza, perfekte Eiskugeln, eisige Schmutzbälle und Schäferhundmonde.

Das Seminar erklärt auch wie sich die Wissen­schaft heute die Entstehung eines Sonnensystems vorstellt. Dies wird z.B. die Frage beantworten, warum die sonnenfernen Planeten ganz anders aussehen sind als die inneren Planeten.

Die Reise durch das Sonnensystem vermittelt darüber hinaus einen Eindruck von den gewaltigen Dimensionen unserer direkten Umgebung. Milliarden Kilometer werden wir zurückgelegen, was kosmisch gesehen dann doch nur ein kleiner Hüpfer ist…

Meteorite – Geschichte, die vom Himmel fällt

... mit grüsam Donnerschlag und anhaltendem Getöse...

So wurde der von Bauern beobachtete Meteoritenfall 1492 bei Ensisheim/Elsaß beschrieben. Die Menschen interpretierten solche Ereignisse oft als Vorboten von Krieg, Krankheit und Tod, was sie aber nicht davon abhielt, sich von dem etwa 127kg schweren Stein ein Stück als Talisman abzuschlagen. Auch heute noch schaffen es Meldungen wie der am 15. Februar 2013 über der Stadt Tscheljabinsk/Russland gefallene Meteorit in die Nachrichten von Funk und Fernsehen.

Bild: Meteorit

Seit vor etwa 200 Jahren klar wurde, dass es sich bei diesen Steinen um außerirdisches Material handelt, setzten intensive Forschungen ein, an der sich verschiedenste wissenschaftliche Disziplinen beteiligten. Zunächst die Gesteinskundler, dann auch Chemiker, Physiker und Geologen. Später interessierte sich unter anderem die Planetologie für die vielen Arten von Meteoriten, und mit Hilfe des Massenspektrometers konnten die genauen Stoff- und Isotopenzusammensetzungen bestimmt werden. Die Liste könnte man fast beliebig fortsetzen. Interdisziplinäre Forschung wurde praktiziert noch bevor dieser Begriff erfunden wurde. Aber was ist eigentlich das Faszinierende an diesen „Himmelssteinen“?

Seit man mit radiometrischen Methoden das Alter von Stoffen wie Dinosaurierknochen aber ebenso von Gestein bestimmen kann erkannte man, dass es sich bei Meteoriten um Milliarden Jahre altes Material handelt. Es führt uns zurück in die Entstehungszeit unseres Planetensystems und wir haben die Chance, etwas über unsere eigene Vergangenheit herauszufinden. Die Proben dazu werden uns gratis und frei Haus geliefert. Tonnenweise, man muß sie nur finden.

Das Seminar möchte anhand von originalen Meteoriten die Phänomene der langen Reise dieser Objekte behandeln sowie ihre Entstehung und Bedeutung als früheste Bausteine unseres Planetensystems nachzeichnen.

Grundlagen der Fernrohrbeobachtung
Bild: Sterndeuter

Bis ins frühe 17. Jahrhundert war die astronomische Beobachtung auf das menschliche Auge beschränkt. Heutzutage ist es für jedermann möglich, ohne größere Investitionen mit Hilfe eines Fernrohrs einen Blick in den Nachthimmel zu werfen, wie Galilei ihn zu Lebzeiten nie hatte.

Häufig wird fälschlicherweise angenommen, dass lediglich die Vergrößerung bestimmend für die Leistungsfähigkeit eines optischen Instruments ist. Dies vernachlässigt aber andere Eigenschaften, die für eine sinnvolle Beobachtung eine große Rolle spielen. Das Seminar beschäftigt sich mit den wichtigsten Eigenschaften und den optischen Grundlagen der Beobachtung, und stellt die wichtigsten Kenngrößen und deren Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit von Ferngläsern und Teleskopen dar. Damit wird gezeigt, warum ein gutes Teleskop auch vom gewünschten Beobachtungsobjekt wie Stern, Planet, Galaxie, oder Sternhaufen abhängt. Neben der Teleskop-Optik wird auf die Bedeutung der Montierung eingegangen, sowie auf die Grenzen der Beobachtungsmöglichkeiten in besiedelten Gebieten. So bietet dieses Seminar besonders für Anfänger in der Hobbyastronomie Einblicke, wie die Anschaffung eigener Instrumente sinnvoll geplant werden kann.

Die Suche nach der zweiten Erde – Planeten bei anderen Sternen

Die Frage, ob wir alleine im Universum sind, beschäftigt die Menschen schon seit langer Zeit. Unzählige belebte und unbelebte Welten erwartete schon der große griechische Denker Epikur. Er war und blieb nicht der einzige.

Bild: Star_System_Bonanza

Im Oktober 1995 wurde dann der erste Planet außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Mittlerweile sind weit über dreitausend Planeten bei anderen Sternen entdeckt worden – z.B. auch bei Proxima Centauri, dem uns nächstgelegenen Stern. Die meisten „Exo-Planeten“ sind allerdings deutlich größer als unsere Erde.

Das Seminar behandelt populärwissenschaftlich die Methoden, mit denen Planeten bei anderen Sternen entdeckt werden können. Ihre Stärken und Schwächen werden aufgezeigt. So wird auch verständlich, warum es so schwierig ist, Exo-Planeten von Erdgröße zu finden.

Die bisherigen Erfolge auf der Suche nach „Geschwistern der Erde im All“ werden besprochen. Es wird den Fragen nachgegangen: Was ist über die entdeckten Exo-Planeten tatsächlich bekannt und was ist reine Annahme? Wie können wir mehr über die bisher entdeckten Planeten erfahren?